Karl-Preusker-Medaille

Karl Benjamin Preusker (1786-1871) gilt als einer der Pioniere des öffentlichen Bibliothekswesens in Deutschland. Volksbildung war dem sächsischen Beamten und Bildungsreformer zeitlebens ein wichtiges Anliegen, da er schon früh aus eigenem Erleben die Bedeutung von Büchern als Schlüssel zur der Welt erkannt hatte. Am 24. Oktober 1828 gründete er im sächsischen Großenhain eine Schulbibliothek, aus der wenig später die erste öffentliche Bibliothek in Deutschland hervorging.
Mit der Karl-Preusker-Medaille werden seit 1996 Personen und Institutionen gewürdigt, die sich um das Bibliotheks- und Informationswesen verdient gemacht haben. 2011 wird die Medaille erstmals von Bibliothek und Information Deutschland vergeben.
Ausgezeichnet wird laut Statut vom 31. März 2011 "eine Person oder Institution [...], die den Kultur- und Bildungsauftrag des Bibliotheks- und Informationswesens fördert und unterstützt."
Über die Vergabe der Medaille entscheidet eine Jury, die vom BID-Präsidenten/der BID-Präsidentin auf Vorschlag der BID-Mitglieder eingesetzt wird. Vorschlagsberechtigt sind die Mitgliedsverbände und -einrichtungen der BID sowie die Jurymitglieder.
Von 1996 bis 2009 wurde die Karl-Preusker-Medaille von der
Deutschen Literaturkonferenz e.V. verliehen.
Die Karl-Preusker-Medaille 2011 wurde an Bundespräsident a. D. Horst Köhler verliehen. Bibliothek und Information Deutschland würdigt damit die herausragenden Verdienste des ehemaligen Staatsoberhauptes um das Bibliotheks- und Informationswesen.
Die Preisverleihung fand am 31. Oktober 2011 in der Großen Kreisstadt Großenhain statt - im Rahmen des Preusker-Jahres 2011, das anlässlich des 225. Geburtstages und des 140. Todestages von Karl Benjamin Preusker in diesem Jahr in Sachsen begangen wird.
>>> BID-Pressemitteilung zur Preisverleihung
>>> Statut der Karl-Preusker-Medaille
>>> Träger der Karl-Preusker-Medaille