Bibliothekspolitik Europa
Urheberrechte in der wissensbestimmten Wirtschaft
Die Europäische Kommission / Generaldirektion Binnenmarkt hat im Sommer 2008 ein Grünbuch "Urheberrechte in der wissensbestimmten Wirtschaft" veröffentlicht:
http://ec.europa.eu/internal_market/copyright/docs/copyright-infso/greenpaper_de.pdf
Damit sollte eine europaweite Diskussion darüber angestoßen werden, wie Wissen für Bildung, Wissenschaft und Forschung im digitalen Zeitalter optimal verbreitet und genutzt werden kann. Noch sind die nationalen Unterschiede der urheberrechtlichen Regelungen erheblich, dies ist für das Funktionieren des Binnenmarktes eher nachteilig. Ein höherer Grad an Harmonisierung ist nötig, zugleich aber darf die Informationsfreiheit nicht den wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden. Da sich zudem einige ältere EU-Richtlinien, insbesondere die "Richtlinie 2001/29/EG zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft" vom 22. Mai 2001 als revisionsbedürftig erwiesen haben, forderte die EU-Kommission im Rahmen einer Reihe von Konsultationen zu Stellungnahmen auf.
Bis zum 30. November 2008 bestand für alle Interessierten die Möglichkeit, detailliert auf die 25 Fragen des Grünbuchs zu antworten. BID reichte folgende Stellungnahme ein:
EU-Gruenbuch-Urheberrecht_Antwort-Nov2008 (PDF 98KB)
Herausforderungen für die europäische Informationsgesellschaft
Die Europäische Kommission hat interessierte Kreise dazu aufgerufen, sich bis zum 16. Januar 2005 an einem öffentlichen Konsultationsprozess zu beteiligen zum Thema "Herausforderungen für die europäische Informationsgesellschaft ab 2005". Als Grundlage dazu erläuterte die Europäische Kommission in einer "Mitteilung KOM(2004) 757 endg" [
auch in deutsch] vom 19. November 2004, welchen Herausforderungen sich eine europäische Strategie der Informationsgesellschaft bis 2010 stellen muss. Besonders hebt sie darin hervor, dass Forschung und Investitionen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien verstärkt und die neuen Techniken mehr den Bedürfnissen und Erwartungen der Bürger angepasst werden müssen.
Mit dem Konsultationsprozess will die Europäische Kommission ein Meinungsbild vor allem zu drei Fragen gewinnen: Welche Hauptentwicklungslinien sollten beim weiteren Ausbau der Informationsgesellschaft beachtet werden, welche Themen sollten im Vordergrund stehen, welche Aktionen sind notwendig?
Im Namen der nationalen Verbände des Bibliotheks- und Informationswesens hat "Bibliothek & Information Deutschland (BID)" an diesem Konsultationsprozess teilgenommen und die folgende Stellungnahme abgegeben:
Herausforderungen für die europäische Informationsgesellschaft
(PDF 36KB)
"i2010: Digitale Bibliotheken"
Im Januar 2006 veranstaltete die Europäische Kommission eine Online-Befragung zu ihrem Programm "i2010: Digitale Bibliotheken".
In einer gemeinsamen Antwort von DBV, Goethe-Instiitut und BID begrüßten die deutschen Bibliotheken die Initiative der Europäischen Kommission, Europa kulutrelles Erbe zu digitalisieren und im Internet verfügbar zu machen. Die entscheidenden Rahmenbedingungen in technischer, organisatorischer und rechtlicher Hinsicht werden ebenso definiert und begründet wie Fragen der Zugänglichkeit (europäisches Portal, Open Access), der Präsentation und der Langzeiterhaltung.
Antworten zur Online-Befragung der EU-Kommission zu "i2010: Digitale Bibliotheken"
(PDF 48KB)