Die Plakataktion zur Erinnerung an die nationalsozialistische Bücherverbrennung am 10. Mai 1933, gemeinsam geplant und durchgeführt vom Deutschen Kulturrat, von der Deutschen Literaturkonferenz, der Niedersächsischen Landesbibliothek und BID, kann als Erfolg bezeichnet werden. Das Ziel, mit diesem Plakat die zum Jahrestag der Bücherverbrennung geplanten Ausstellungen, Lesungen oder sonstigen Veranstaltungen der Bibliotheken zu unterstützen, ist offensichtlich erreicht worden.
Das von der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover gestaltete Plakat wurde in einer Auflage von 10.000 Exemplaren hergestellt. BID übernahm 3.000 Exemplare, von denen 2.000 an alle Mitgliedsbibliotheken des Deutschen Bibliotheksverbandes verteilt wurden. Die verbleibenden 1.000 Exemplare wurden in der Zeit von 21. April bis 14. Mai 2008 restlos versandt.
Das Plakat fand allgemein gute Akzeptanz. In ganz Deutschland haben nicht nur (vorwiegend Öffentliche) Bibliotheken ihre Veranstaltungen zum Jahrestag mit dem Plakat beworben und begleitet, sondern auch Buchhandlungen, Museen und Volkshochschulen. Mehrere Gymnasien führten Projektwochen zur Bücherverbrennung durch, wobei sie sich ausdrücklich auf die im Plakat genannten Autorennamen stützten. Unerwartet großes Interesse fand das Plakat bei einzelnen politischen Parteien und Landtagsfraktionen, die allen ihren Mitgliedern je ein Plakat für die Arbeit im Wahlkreis zur Verfügung stellten.
Frau Monika Ziller, Mitglied des DBV- und des BID-Vorstandes, konnte in ihrer Stadtbibliothek Heilbronn in einem ARD-Interview vor dem Plakat über die Bedeutung des 10. Mai 1933 für die Bibliotheken sprechen. Diese Aufnahmen wurden am 9. Mai im 17 Uhr in der Tagesschau und am 10. Mai und 0.30 Uhr im ARD-Nachtmagazin gesendet.